Yoga

Meine Art, Yoga zu verstehen, zu leben und zu unterrichten, hat sich über die Jahre herausgebildet - geprägt vom Hatha-Yoga mit seinem tantrischen Hintergrund und beeinflusst von spiraldynamischen, ayurvedischen und astrologischen Prinzipien.

Hatha-Yoga und Tantra meinen hier nichts anderes, als dass es sich um eine Form des Übens handelt, die den physischen Körper anerkennt, wertschätzt und ihn sich zum Vehikel macht für die innere Erfahrung; im Gegensatz zu anderen - noch älteren - streng asketischen Praktiken. Die allermeisten Yogastile, wie sie heute praktiziert werden, wurzeln so gesehen in derselben Tradition. Die Spiraldynamik ermöglicht ein Verstehen der Anatomie und ein Üben, das weg von schädlichen Mustern und hin zur ursprünglichen Bewegungsfreiheit führt. Ayurveda berücksichtigt die individuelle Natur des Menschen, jahreszeitliche Einflüsse etc. (sieh. auch unten), und die Astrologie den Einfluss der Planeten und Sterne.

Durch die Beachtung all dieser Facetten soll der Mensch sich selbst erkennen und zu seiner Natur zurück finden. Insofern kann ich sagen, dass ich mit meiner Praxis dem Anspruch der Integrität und Ganzheitlichkeit von Yoga gerecht werde.

 

Ayurveda

Die Zwillingsschwestern Ayurveda und Yoga wurzeln in derselben Weltanschauung: der Samkhya Philosophie. Während Yoga sich die Befreiung im umfassenden Sinn zum Ziel setzt, strebt Ayurveda ein langes, gesundes, zufriedenes und ausgewogenes Leben an. Sich mit beidem auseinanderzusetzen, ist eine gewinnende und potente Kombination. Sich nämlich mit einem geschwächten und unausgeglichenen Organismus auf den Weg zur Erleuchtung zu machen, entbehrt eines stabilen Fundaments und kann zur Überforderung werden. Ebenso werden Verschlackungen oder Übersäuerung den subtilen inneren Prozessen eher im Wege stehen. Ayurveda versteht Gesundheit umfassend und ganzheitlich, und bedient sich in der spirituellen und psychologischen Therapie yogischer Instrumente zur Heilung des Geistes.

Ayurveda arbeitet typgerecht nach dem Dosha-Prinzip (Vata-Pitta-Kapha), den Elementen, die im Menschen unterschiedlich angelegt sind. Was für einen Menschen günstig und dem Leben zuträglich wirkt, entfernt einen anderen von sich selbst. Die allermeisten Menschen weichen im Lauf ihres Lebens von ihrer Natur ab (Prakriti - Vikriti), dadurch entstehen nach ayurvedischer Sicht Krankheiten. Svastha, das bedeutet "Stehen im Selbst" oder "In sich selbst Verweilen". So wird im Ayurveda Gesundheit definiert. Es bedeutet, dass wir u.a. mithilfe eines gesunden Lebenswandels und einer ausgewogenen Ernährung, manchmal unterstützt durch therapeutische Massnahmen, zu unserer ursprünglichen Natur zurückkehren, die in unserem genetischen Code angelegt ist. So wird die Sicht frei auf das, was unsere Essenz ausmacht. (Und da sind wir wieder beim Yoga...)

 

Spiraldynamik

Die Spiraldynamik ist ein Bewegungs- und Therapiekonzept. Ihre Prinzipien sind sehr gut nachvollziehbar, wenn man sich ein wenig mit der menschlichen Anatomie auseinandersetzt. Spiralen sind überall in der Natur zu finden; von der Spiralgalaxie über Wirbelstürme, Schneckenhäuser bis hin zur DNA-Doppelhelix im menschlichen Körper. Entsprechend des Spiralprinzips zeigt die Spiraldynamik auf, welche Haltungen und Bewegungen gesund, natürlich und intelligent sind. Es ist faszinierend zu beobachten, wie kleine Kinder auf ganz organische Art und Weise perfekt sitzen, stehen und sich bewegen. Aufgrund physischer und psychischer Verletzungen und Traumata weicht der grösste Teil der Menschen allerdings im Lauf des Lebens von dieser ursprünglichen gesunden Haltung und Bewegungsfreiheit ab. Psychologische Themen spiegeln sich im Körper, eine ungünstige Haltung wiederum wirkt auch einengend auf die Psyche. Nach spiraldynamischen Prinzipien zu üben bedeutet, Fehlmuster und im besten Fall sogar deren Hintergründe zu erkennen und dahin zurückzukehren, wie die Natur uns vorgesehen hat. Es gibt viele wunderbare "Nebeneffekte" - etwa dass auch negative Atemmuster geheilt werden können. Das bedeutet Freiheit im Körper und Freiheit im Geist (und passt darum so wunderbar zum Yoga..)!


Yoga für Schwangere

In diesem Kurs können Frauen üben, trotz körperlicher Anstrengung innerlich gelöst zu bleiben, und die Atmung zu nützen, um mit Spannungen (auch Schmerzen) umzugehen. Sie lernen die Bedürfnisse ihres Körpers besser kennen und dementsprechend spontan zu handeln. Sie erfahren Öffnung und Weite in Körper und Geist, und wie sie Veränderungen bewusster annehmen können. Nicht zuletzt kann das Praktizieren von Yoga in der Schwangerschaft helfen, einen Zugang zu dem im Körper zutiefst gründenden Wissen und seiner ureigenen Kraft zu finden. All diese Schätze sind eine kostbare Unterstützung rund um die Geburt.
Kursinhalte: Körperstellungen/Bewegungsabläufe, Atemtechniken (u.a. "Geburtsatmung"), Beckenbodensensibilisierung, konzentrative Übungen/Visualisierung, Tiefenentspannung

 

Rückbildungs-Yoga

Wir widmen uns dem Wiederaufbau der geschwächten Muskulatur in der Körpermitte sowie sanften Dehnungen und Lockerungsübungen. Der Zusammenhang des Beckenbodens mit der Bauch- und Rückenmuskulatur wird verständlich, und wie durch einfache achtsame Bewegungen die Basis wieder stabilisiert, der Bauch gekräftigt, der Rücken entlastet und in eine gesunde Körperhaltung zurückgefunden werden kann.

Die Babys können (müssen aber nicht) dienstags zum Kurs mitgebracht und die Übungen in ihrem Beisein ausgeführt werden. Die Räumlichkeiten lassen es zu, dass die Babys, wenn sie unruhig sind, jederzeit gestillt, herumgetragen etc. werden können, während die anderen Teilnehmerinnen weiter üben.

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